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Bevor wir einsteigen, stellen wir erstmal die Frage:

Was ist überhaupt ein Start-Up?

  kürzlich gegründet

 

innovative Idee und/oder neue Technologie, die so noch nicht da war zuvor

 

  Fehlende Finanzen und eine unsichere und/oder riskante Position auf dem Markt

 

  Oftmals Start als “Garagenfirma”

Nach Durchsicht dieser Liste wird klar, TankTaler ist ein klassisches Start-Up. Eine innovative Idee haben wir ganz bestimmt, aber eben auch “Start-Up-typische Chaosthemen” wie noch nicht definierte oder routinierte Abläufe im täglichen Geschäft;-)

Damit ihr den Überblick behaltet, was im Moment so bei uns los ist, folgt hier ein Einblick hinter die Kulissen von Start-Ups wie TankTaler. So könnt ihr am Ball bleiben, wie sich unser “kleines Unternehmen” entwickelt.

Hinsichtlich des Wachstums eines Start-Ups sind verschiedene Phasen bekannt. Doch in welcher befindet sich TankTaler gerade?

 

Die 5 Phasen für ein Start-up:

  1. Die SEED-Phase

    Hierbei steht die Formulierung der Geschäftsidee und die Ausarbeitung des Business Plan  im Vordergrund. Prototypen und Business Plan entstehen an dieser Stelle. (Zeitrahmen: Ungefähr 1. Jahr)

  2. Die STARTUP-Phase und Markteintritt

    Der Markt und die Kunden werden jetzt genauer untersucht. Sehr viele rechtliche Details sind an dieser Stelle zu klären und die Bilanz befindet sich meist noch im tiefroten Bereich. Pressekontakte und Kundenakquisitionen sind an dieser Stelle der Schlüssel zum Wachstum. (Zeitrahmen: Ungefähr nach dem 1. Jahr)

  3. Die SERIES-A Phase:

    Das Start-Up Unternehmen lebt an dieser Stelle von Investoren oder Business Angels, die an die Idee und den Business Plan glauben. Das Ziel dieser Phase sollte sein den Break-Even-Point zu erreichen (also rentabel zu arbeiten). Außerdem muss das Team und unter anderem das Marketing finanziert werden. Erste Strukturen und feste Abläufe entstehen. (Zeitrahmen: Die Phase dauert meistens zwischen 1-3 Jahre)

  4. Die SERIES-B Phase:

    Neue Zielgruppen und Märkte werden in dieser Wachstums-Phase der Expansion untersucht. Weitere Finanzierungsrunden starten. Oftmals sind jetzt hohe Beträge notwendig, um das Wachstum weiter zu finanzieren. (Zeitrahmen: Meist ab dem 4. Jahr bis zum 6. Jahr)

  5. Die EXIT-Phase

    Ggf. kommt in dieser Reife-Phase der Ausstieg, bzw. der Verkauf der Gründer. Möglich ist hier auch ein Börsengang. Zukäufe und Zusammenschlüsse stehen in dieser Phase im Mittelpunkt.

Auch wenn sich diese verschiedenen Phasen sehr linear lesen, in Wirklichkeit sieht die Tagesordnung eines Start-Ups alles andere als geradlinig aus. Wie in jedem Start-Up gehören auch bei uns vielfältige Probleme zur Tagesordnung.

Womit wir bei TankTaler im Moment zu kämpfen haben:

  1. “Eure Nachfrage haut uns um – wir kommen nicht hinterher”. Das ist zwar ein schönes Problem, aber immer noch ein Problem;-) Deshalb müssen zur Zeit alle unsere Neu-Kunden in den Zielregionen München und Köln + 100km Umkreis auf ihren Stecker warten. Im Klartext: Wir versenden im Moment keine TankTaler-Stecker, weil unsere Lager einfach schlichtweg leer sind. Hier müssen wir in Zukunft dafür sorgen, dass der Produktionsprozess kontinuierlich läuft und es nicht weiter zu Lieferengpässen kommt. Die gute Nachricht für den Moment ist, die nächste Steckerlieferung erreicht uns noch diese Woche Freitag. Sobald die Stecker bei uns eintreffen, werden diejenigen von euch, die schon am längsten warten in den Regionen München und Köln mit einem Stecker versorgt.
  2. Regionen-Strategie. Warum liefern wir im Moment nicht deutschlandweit aus? Das lässt sich durch unser Geschäftsmodell erklären: Wir wollen euch die TankTaler-Stecker kostenfrei anbieten. Damit das langfristig möglich ist, müssen wir sicherstellen, dass wir die Stecker über andere Wege finanzieren können. Wir können auf unterschiedliche Weise Geld verdienen: So verdienen wir zum Beispiel, wenn wir einem Partnerunternehmen durch unsere Kampagnen in der TankTaler-App neue Kunden schicken. Oder in Zukunft auch an Tankstellen, wenn ihr beim Tanken über unsere TankTaler-App bezahlt. Auch zur intelligenten Steuerung von Verkehr oder Ampelanlagen können wir beitragen, das interessiert vor allem Hersteller von Navigationsgeräten, aber auch Städte und Gemeinden. Um aber gegenüber potenziellen Partnerunternehmen eine relevante Verhandlungsmacht zu haben, müssen wir bereits eine gewisse Anzahl von Kunden in einer Region vorweisen können. Nur so seid ihr genug Kunden “auf einem Haufen zusammen”, also eine große Einkaufsgemeinschaft, für die wir einen besonderen Rabatt oder ähnliches verhandeln können. Dieser muss sich ja auch aus Sicht des Partnerunternehmen lohnen, was er nur dann tut, wenn genügend neue Kunden deswegen beim Unternehmen einkaufen. Deshalb haben wir uns zu dem Schritt entschlossen, vorerst nur Regionen zu beliefern, in denen wir schon Partner gefunden haben. Dabei handelt es sich gegenwärtig um die Regionen München und Köln mit einem Umkreis von jeweils 100km. Natürlich finden wir es schade, dass wir den TankTaler-Stecker nicht schon jetzt deutschlandweit versenden können, wir können euch jedoch versichern, dass bald weitere Städte und Regionen freigeschaltet werden.

Wie finanzieren sich Start-Ups eigentlich, um in den verschiedenen Phasen des Wachstums überhaupt überleben zu können?

Die Antwort ist: das kann ganz unterschiedlich aussehen. So stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Familie und Freunde

    Familie und Freunde geben den Gründern Geld in Form von Darlehen oder als Eigenkapital im Austausch für Unternehmensanteile. Vor allem zu Beginn einer Gründung findet man diese Form der Finanzierung häufiger.

  • Crowdfunding

    Bei Beispielen wie “Kickstarter” oder auch “startnex” versuchen Gründer, private Personen und Interessenten für spannende Projekte und Produkte zu begeistern. Im sogenannten Crowdinvesting investiert eine Vielzahl privater Investoren gezielt kleine Beträge in junge Unternehmen. Im Gegenzug dazu erhalten sie Zinsen, eine Beteiligung am Gewinn oder Exit-Beteiligungen. Deutsche Plattformen hierfür sind beispielsweise Seematch, Companisto, Bergfürst und Conda. Investments in Start-Ups sind immer mit mehr Risiko behaftet als “normale” Investitionen. Aber jedes Risiko hat zwei Seiten: man kann viel verlieren aber auch viel gewinnen;-).

  • Business-Angels

    Erfolgreiche Unternehmer oder ehemalige Gründer unterstützen junge Gründer als “Start-Up Paten” mit Investitionen,  Beziehungen und Wissen. Vor allem am Anfang kann diese Mentoren-Unterstützung der entscheidende Beitrag sein, dass ein Start-up besser durchstarten kann. Der Vorteil von Business-Angels ist, dass Gründern in der Regel viel Freiraum gelassen wird. Später warten dann hohe Renditen auf die “Engel”.

  • Inkubatoren und Accelerator

    Diese Form der Finanzierung eignet sich für Start-Ups, deren Geschäftsidee schon weiter voran geschritten ist. Oftmals können die sogenannten “Beschleuniger” eine Geschäftsidee mit einem Betrag im fünfstelligen Bereich unterstützen und erhalten dafür im Gegenzug Unternehmensanteile. Neben finanzieller Unterstützung wird meistens außerdem Coaching, Büroräume und PR-Hilfe angeboten. Bei dieser Form der Finanzierung kann allerdings einiges an Einflussmöglichkeit der Gründer verloren gehen. Oftmals werden die Programme von großen Konzernen betrieben und/oder unterstützt, die umfassende Bedingungen an ihre Beteiligung knüpfen. Grundsätzlich findet man diese Form der Finanzierung jedoch immer häufiger. Große Konzerne suchen so den Weg zu neuen Innovationen, die in Start-Ups manchmal schneller und erfolgreicher getrieben werden können als in den starren Strukturen eines großen Konzerns.

  • Kredite und Darlehen

    Auch klassische Kredite und Darlehen von Banken sind unter gewissen Bedingungen möglich, spielen aber in der Regel eher eine untergeordnete Rolle. Das liegt vor allem daran, dass Banken hohe Anforderungen hinsichtlich der Besicherung von Krediten fordern. Hier ebenfalls zu nennen, sind staatliche oder wirtschaftliche Förderprogramme, wie zum Beispiel von der KfW, die finanzielle Unterstützung für Neugründungen bieten. Hierfür braucht man oftmals eine Hausbank die in der Antragsstellung etc. involviert ist. Förderung in frühen Phasen gibt es beispielsweise auch über Gründerstipendien wie beispielsweise das EXIST-Gründerstipendium.

  • Bootrapping

    Ganz nach dem Motto “to lift oneself up by one’s bootraps” versucht ein Start-Up sich hierbei aus eigener Kraft selbst zu finanzieren. Oftmals ist das Wachstum hierbei langsamer, dafür bleibt die volle Kontrolle bei den Gründern erhalten.

  • Venture Capital- oder Risikokapital-Geber

    Bei Venture Capital handelt es sich um von institutionellen Investoren (z.B. Fonds) zur Verfügung gestelltes Risiko- bzw. Wagniskapital. Risiko deshalb, weil die Investoren das Kapital durchaus unter Verlustrisiko einsetzen – aber mit der Erwartung um hohe Renditen. Die Venture Capitalists investieren in Unternehmen mit dem Wissen, dass Unternehmen auch scheitern können und damit das investierte Kapital weg wäre. Hohe Renditeerwartungen stehen im Vergleich zu “normalen”, weniger risikoreichen Investitionen im Vordergrund.

Wie finanziert sich TankTaler?

Bei TankTaler sind bereits mehrere der genannten Finanzierungsmethoden im Einsatz. Unser großes Ziel ist Wachstum! Wir wollen immer mehr Menschen begeistern und von unserem Produkt überzeugen. Dieses wird dazu kontinuierlich weiterentwickelt, ausgebaut und verbessert, gleichzeitig werden wir weitere Regionen erschließen und natürlich auch die Lieferung der TankTaler-Stecker sicherstellen.

Wir hoffen noch ganz lange die Besonderheiten und schönen Seiten eines Start-Ups aufrecht erhalten zu können, wie z.B. die flachen Hierarchien, kurze Kommunikationswege, schnelle Entscheidungen oder die freundschaftliche und flexible Arbeitsatmosphäre. Auf der anderen Seite freuen wir uns natürlich über das Wachstum und die damit einhergehenden Herausforderungen.

Wir halten euch auf jeden Fall über unsere weitere Entwicklung auf dem Laufenden 🙂

Herzliche Grüße aus der TankTaler-Zentrale

Julia und Regina

 

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