Wie man die Rush Hour verschiebt – Teil 3 der ryd #Spielanalyse

Na gut, das mit der WM hat irgendwie nicht funktioniert. So gar nicht. Deswegen machen wir auch unseren dritten und letzten Teil der ryd #Spielanalyse ein bisschen anders. In den Analysen zu den Spielen gegen Mexiko und Schweden haben wir euch vor allem gezeigt, wie sich das Spiel auf die Stärke des Verkehrs auf den Straßen auswirkt – und dass große Teile Deutschlands lieber vorm Fernseher oder beim Public Viewing sitzen, als hinterm Lenkrad. Klar, die Spiele waren Samstags und Sonntags, da sind viele eh daheim, und der Rest hat für die Nationalmannschaft eben mal eine Ausnahme gemacht.

Diesmal war das anders, denn die Anstoßzeit lag für die meisten Berufstätigen noch mitten in der Arbeitszeit. Wie bei den bisherigen Analysen betrachten wir den Tag relativ und setzen 14:00 als 100% fest.

An einem durchschnittlichen Mittwoch Nachmittag passiert Folgendes: Mit jeder vergehenden Viertelstunde vermehren sich die Anzahl der Fahrer (magenta) und die gefahrenen Kilometer (blau), der Höhepunkt der Rushhour liegt zwischen 17:15 und 18:00. Danach der Verkehr wieder zurück, erst ab ca. 19:45 liegt er unter dem Niveau von 14:00. Die Durchschnittsgeschwindigkeit (gelb) ist dabei relativ konstant und steigt erst nach der Rushhour im Verlauf des Abends an.

Wie geht man aber als Berufstätiger damit um, wenn um 16:00 das entscheidende Spiel der Nationalmannschaft läuft? Schaut man das Spiel im Büro, oder düst man lieber vorher schnell nach Hause? Während bei uns das Spiel im Büro mit Beamer und Leinwand verfolgt wurde, hat es scheinbar einige der ryder noch vor dem Spiel nach Hause gezogen. Wir haben gestern eine echte Rushhour-Spitze gegen 15:45 sehen können, kurz vor Anpfiff also. Das sieht man deutlich in der folgenden Grafik, die die Werte von gestern gegen den Durchschnitt vergleicht.

In der Viertelstunde von 15:45 bis 16:00 wurden ganze 78% mehr Distanz zurückgelegt, als um diese Zeit üblich. Während des Spiels ist natürlich wenig passiert, direkt nach dem Abpfiff allerdings ging es verständlicherweise für alle Verbliebenen sofort ab nach Hause. Dabei wurden die für nach 18 Uhr üblichen Werte aber auch nur geringfügig überschritten.

Den gesamten Rest des Abends wurde deutlich weniger gefahren, als sonst. Und das, obwohl vergleichbar viele Fahrer unterwegs waren. Möglicherweise wurde um 15:45 also noch gar nicht nach Hause, sondern nur zum Public Viewing gefahren, das ohnehin irgendwo auf dem Heimweg lag. Die übliche Rushhour zwischen 17:15 und 18:00 ist in jedem Fall komplett ausgefallen. Wenn das gestrige Spiel also irgendetwas Gutes an sich hatte, dann das: Deutschland stand nicht, wie sonst üblich, zum Feierabend im Stau.

Unsere Serie der #Spielanalysen geht hiermit leider genauso zu Ende wie die WM-Zeit der deutschen Nationalmannschaft. Wir hoffen, wir konnten euch ein paar spannende Einblicke in die Welt unserer Daten geben. Wir hatten viel mehr geplant, zum Beispiel Einblicke in die Entstehung von Autokorsos, die leider diesmal größtenteils ausgefallen sind. Aber wir versprechen: in zwei Jahren, oder spätestens in vier, holen wir das nach!

Von Simon Schlephorst, 28.06.18

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